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	<title>Kommentare zu: Aufgabenverteilung</title>
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	<description>gedanken und meinungen zu diesem und jenem</description>
	<lastBuildDate>Fri, 14 May 2010 07:54:49 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Egon Ramms fordert bessere Vernetzung der Hilfe in Afghanistan&#160;&#124;&#160;Außen- und Sicherheitspolitik</title>
		<link>http://darueberhinaus.de/2010/01/aufgabenverteilung/comment-page-1/#comment-73</link>
		<dc:creator>Egon Ramms fordert bessere Vernetzung der Hilfe in Afghanistan&#160;&#124;&#160;Außen- und Sicherheitspolitik</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 12:57:22 +0000</pubDate>
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		<description>[...] 1. Zeit Online: Das neue Afghanistan Mandat ↩ 2. Spiegel Online: Polizeigewerkschaft sträubt sich gegen Afghanistan-Hilfe ↩ 3. Baby und Familie: Kindersterblichkeit reduzieren ↩ 4. Darueberhinaus.de: Aufgabenverteilung ↩ [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] 1. Zeit Online: Das neue Afghanistan Mandat ↩ 2. Spiegel Online: Polizeigewerkschaft sträubt sich gegen Afghanistan-Hilfe ↩ 3. Baby und Familie: Kindersterblichkeit reduzieren ↩ 4. Darueberhinaus.de: Aufgabenverteilung ↩ [...]</p>
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		<title>Von: Stefan Lorenz</title>
		<link>http://darueberhinaus.de/2010/01/aufgabenverteilung/comment-page-1/#comment-59</link>
		<dc:creator>Stefan Lorenz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 19:31:34 +0000</pubDate>
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		<description>Ich denke nicht das man es nur strukturell oder finanziell begründen kann. Gerade in der Hauptstadt Kabul leben mittlerweile viele Menschen die AFG auf einem Weg in die Moderne westlicher Prägung sehen wollen. Vielleicht auch auf einem Weg der vor allem ein afghanischer ist. 
Die Sharia ist nicht die Rechtsgrundlage des Handelns in AFG, zumindest nicht offiziell. Anders wären solche Dinge wie die weiblichen Polizeioffiziere wohl nicht möglich. Sicher sind das nur Leuchtturmprojekt aber sie schaffen Präzedenzfälle und Strukturen, ebenso wie die OMLT und die Lgistikschule ANA, ein paar Schulen hier und da und so weiter. Damit werden wir keinen Umschwung in einem halben Jahr erreichen, langfristig jedoch schon. Nicht zuletzt der Feldjäger-Bericht aus Kunduz hat die Meinung vieler Dorfbewohner offengelegt, dass die Truppen nicht genug gegen die Aufständischen tun. Eine Operation wie in Pakistan ist nicht möglich oder gewollt, also muss man den langen steinigen Weg gehen.

Es ist vielleicht auch eine Brutstätte geworden weil es so oft Spielball der restlichen Welt war, deswegen ergibt sich schon von Haus aus eine Verpflichtung zur Hilfeleistung.  Und spätestens seit Beginn der Mission ist die NATO in AFG zum Siegen verdammt. Leider fehlt eben ein systemischer Ansatz zur strukturellen Wiederaufrichtung des Landes. Die Mosaiksteine des öffentlichen Dienstes sind genau dafür notwendig, denn den Afghanen ein fertiges Afghanistan zu bauen wäre Bevormundung, ihnen die Kraft und die Möglichkeit zu geben selbst ihren Weg zu finden echte Freiheit. 
Schlussendlich wird sich die Freiheit immer durchsetzen, von ihr profitieren nun mal immer mehr als von unterdrückerischen Systemen.

Wir können ja gar nicht ermessen welche Struktur die beste ist, also ist das Fragen nach einer Struktur ebenso müßig wie kontraproduktiv. Die Strukturen müssen wachsen, das dauert seine Zeit. Deutschland hat nach 20 Jahren die Teilung nicht überwunden, wie sollen die Afghanen dann 25Jahre Krieg in sagen wir 4 Jahren überwinden. Für mich sind die letzten Angriffe der Taliban in Kabul das beste Zeichen eines erstarkenden afghanischen Staates. Die Taliban würden nämlich anderenfalls weiterhin die eigenen Landsleute ignorieren und sich auf die westlichen Truppen konzentrieren. Warum sollte ich Kämpfer an ein machtloses Strukturelement verschwenden?

Ich finde, dass die deutschen Medien immer nur Ausschnitte bringen können und auch wollen, denn sie reiten auf einem Pseudopazifismus mit der immer wieder das schlechte Gewissen der Deutschen massiert. Und weil man eben jenes schlechte Gewissen hat vermeidet man die ehrliche Auseinandersetzung mit der Afghanistanfrage. Wir würden mit einem Abzug nichts gewinnen sondern alles verlieren, ein Bleiben setzt uns dem Risiko toter deutscher Soldaten und getöteter Taliban aus. Nun ja der Soldatenberuf hat nun mal ihm eigene Risiken. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke nicht das man es nur strukturell oder finanziell begründen kann. Gerade in der Hauptstadt Kabul leben mittlerweile viele Menschen die AFG auf einem Weg in die Moderne westlicher Prägung sehen wollen. Vielleicht auch auf einem Weg der vor allem ein afghanischer ist.<br />
Die Sharia ist nicht die Rechtsgrundlage des Handelns in AFG, zumindest nicht offiziell. Anders wären solche Dinge wie die weiblichen Polizeioffiziere wohl nicht möglich. Sicher sind das nur Leuchtturmprojekt aber sie schaffen Präzedenzfälle und Strukturen, ebenso wie die OMLT und die Lgistikschule ANA, ein paar Schulen hier und da und so weiter. Damit werden wir keinen Umschwung in einem halben Jahr erreichen, langfristig jedoch schon. Nicht zuletzt der Feldjäger-Bericht aus Kunduz hat die Meinung vieler Dorfbewohner offengelegt, dass die Truppen nicht genug gegen die Aufständischen tun. Eine Operation wie in Pakistan ist nicht möglich oder gewollt, also muss man den langen steinigen Weg gehen.</p>
<p>Es ist vielleicht auch eine Brutstätte geworden weil es so oft Spielball der restlichen Welt war, deswegen ergibt sich schon von Haus aus eine Verpflichtung zur Hilfeleistung.  Und spätestens seit Beginn der Mission ist die NATO in AFG zum Siegen verdammt. Leider fehlt eben ein systemischer Ansatz zur strukturellen Wiederaufrichtung des Landes. Die Mosaiksteine des öffentlichen Dienstes sind genau dafür notwendig, denn den Afghanen ein fertiges Afghanistan zu bauen wäre Bevormundung, ihnen die Kraft und die Möglichkeit zu geben selbst ihren Weg zu finden echte Freiheit.<br />
Schlussendlich wird sich die Freiheit immer durchsetzen, von ihr profitieren nun mal immer mehr als von unterdrückerischen Systemen.</p>
<p>Wir können ja gar nicht ermessen welche Struktur die beste ist, also ist das Fragen nach einer Struktur ebenso müßig wie kontraproduktiv. Die Strukturen müssen wachsen, das dauert seine Zeit. Deutschland hat nach 20 Jahren die Teilung nicht überwunden, wie sollen die Afghanen dann 25Jahre Krieg in sagen wir 4 Jahren überwinden. Für mich sind die letzten Angriffe der Taliban in Kabul das beste Zeichen eines erstarkenden afghanischen Staates. Die Taliban würden nämlich anderenfalls weiterhin die eigenen Landsleute ignorieren und sich auf die westlichen Truppen konzentrieren. Warum sollte ich Kämpfer an ein machtloses Strukturelement verschwenden?</p>
<p>Ich finde, dass die deutschen Medien immer nur Ausschnitte bringen können und auch wollen, denn sie reiten auf einem Pseudopazifismus mit der immer wieder das schlechte Gewissen der Deutschen massiert. Und weil man eben jenes schlechte Gewissen hat vermeidet man die ehrliche Auseinandersetzung mit der Afghanistanfrage. Wir würden mit einem Abzug nichts gewinnen sondern alles verlieren, ein Bleiben setzt uns dem Risiko toter deutscher Soldaten und getöteter Taliban aus. Nun ja der Soldatenberuf hat nun mal ihm eigene Risiken.</p>
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	<item>
		<title>Von: Felix</title>
		<link>http://darueberhinaus.de/2010/01/aufgabenverteilung/comment-page-1/#comment-57</link>
		<dc:creator>Felix</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 18:16:28 +0000</pubDate>
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		<description>Insgesamt ein interessanter Denkansatz.

Dazu gibt es aber einige Probleme....

Wie in dem Artikel angemerkt desertieren die AFG-Polizisten. Warum ist das so ?
Dies hat wohl mehrere Gründe.
1. Der Polizeidienst in AFG ist weitaus gefährlicher als in Deutschland. Der Mord an einem Polizisten löst dort absolut keine Besorgnis oder nationale Bestürzung aus.
2. Ein Polizist in AFG ist nichts weiteres als ein Hausmeister mit einer Waffe (im metaphorischen Sinne). Er steht für eine Regierung ein, die korrupt ist.
3. Welches Recht verteidigt dieser Polizist? Die Sharia ???


Wie soll ein Polizist in einem Land dienen, in dem die Schwelle zur Armut so semipermeabel ist, und zwar nur nach unten hin ? Zahlt die Regierung X-Dollar für die Arbeit, zahlt der ansässige Warlord gerne X² Dollar für die Durchsetzung seiner Interessen - und die innere Sicherheit ist wieder nur eine Farce...

Sollten wir in AFG nicht eher die Frage nach der Struktur an sich stellen, bevor wir uns um einige Mosaikteile des öffentlichen Dienstens Gedanken machen ?

Warum ist AFG eine Brutstätte für Kriminalität, sei es national und international ?

Liegt dies nicht einfach in der Umgebung und dem Land an sich begründet? Was wäre AFG ohne die Drogennachfrage der westlichen Welt?

Insgesamt ist der obige Artikel gut belegt und begründet, liefert mir aber keine schlüssige Strategie für ein Vorankommen in AFG.
Sicher ist nur, dass es so wie es gerade ist, nicht geht.

MFG</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Insgesamt ein interessanter Denkansatz.</p>
<p>Dazu gibt es aber einige Probleme&#8230;.</p>
<p>Wie in dem Artikel angemerkt desertieren die AFG-Polizisten. Warum ist das so ?<br />
Dies hat wohl mehrere Gründe.<br />
1. Der Polizeidienst in AFG ist weitaus gefährlicher als in Deutschland. Der Mord an einem Polizisten löst dort absolut keine Besorgnis oder nationale Bestürzung aus.<br />
2. Ein Polizist in AFG ist nichts weiteres als ein Hausmeister mit einer Waffe (im metaphorischen Sinne). Er steht für eine Regierung ein, die korrupt ist.<br />
3. Welches Recht verteidigt dieser Polizist? Die Sharia ???</p>
<p>Wie soll ein Polizist in einem Land dienen, in dem die Schwelle zur Armut so semipermeabel ist, und zwar nur nach unten hin ? Zahlt die Regierung X-Dollar für die Arbeit, zahlt der ansässige Warlord gerne X² Dollar für die Durchsetzung seiner Interessen &#8211; und die innere Sicherheit ist wieder nur eine Farce&#8230;</p>
<p>Sollten wir in AFG nicht eher die Frage nach der Struktur an sich stellen, bevor wir uns um einige Mosaikteile des öffentlichen Dienstens Gedanken machen ?</p>
<p>Warum ist AFG eine Brutstätte für Kriminalität, sei es national und international ?</p>
<p>Liegt dies nicht einfach in der Umgebung und dem Land an sich begründet? Was wäre AFG ohne die Drogennachfrage der westlichen Welt?</p>
<p>Insgesamt ist der obige Artikel gut belegt und begründet, liefert mir aber keine schlüssige Strategie für ein Vorankommen in AFG.<br />
Sicher ist nur, dass es so wie es gerade ist, nicht geht.</p>
<p>MFG</p>
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