Und täglich grüßt die Verlockung wichtig Dinge aufzuschieben, nicht zu erledigen oder schlicht auszusitzen. Spätestens wenn die Wohnung stets blitzt und das Auto 3 Mal in der Woche gewaschen wird sollte man sich fragen ob man prokrastiniert.

Wer es noch nicht weiß, Prokrastination bezeichnet das Verhalten unwichtige Dinge zu tun um wichtige Dinge aufzuschieben. Es ist vor allem ein Phänomen das internetaffine Menschen betrifft, die an ihrem Arbeitsplatz einen Internetzugang besitzen. Dann wird “getwittert”, bei Facebook mal die Kommentare gecheckt und eben mal schnell noch der RSS-Reader geprüft oder doch nochmal “kurz” im Lieblingsforum vorbei geschaut. So kann man locker ein oder zwei Stunden mit organisiertem Selbstbetrug verbringen. Das sieht dann ungefähr so aus wie hier.

Es gibt jedoch auch Hilfe zur Selbsthilfe. Aktuell versuche ich es mit folgendem Modell vom “Dumb Little Man”.

Menschen die viele kleinere Aufgaben nebeneinander her zu erledigen haben stehen oft vor dem Problem einer adäquaten Reihung dieser Aufgaben. Schnell wachsen die kleinen Aufgaben dann zu einem Berg an  den man nicht mehr zu bezwingen glaubt. Menschen mit vollen Schreibtischen kennen dieses Problem sicher.

Die Lösung ist relativ einfach:Man muss sich ein System schaffen mit dem man die Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit einteilen kann. Dafür schafft man 4 Quadranten.

  • Der erste Quadrant beinhaltet die wichtigen und dringenden Aufgaben.

    Bsp.: Die morgen fällige Abschlussarbeit

  • Der zweite Quadrant bekommt alle wichtigen aber nicht dringenden Aufgaben

    Bsp.: Die Doktorarbeit die irgendwann mal fertig werden muss aber keinen Termin hat.

  • Im dritten Quadranten findet man alle dringenden aber nicht wichtigen Aufgaben

    Bsp.: Das LAN-Kabel im Flur das meine Freundin stört. Es ist nicht wirklich wichtig aber dringend um ihre Geduld nicht zu sehr strapazieren.

  • in den vierten kommt der ganze Rest,  nicht wichtig und nicht dringend.

    Bsp.:  Sich ein neues Handy anzuschauen.

Entscheidend ist jedoch nicht nur die Einordnung sondern vor allem die Herangehensweise an die Erledigung.

1.Alle wichtigen aber nicht dringenden Dinge sollten stets so erledigt werdend das sie NIE ich wiederhole NIE dringend werden.

2. Beginne den Tag mit einer wichtigen aber nicht dringenden Aufgabe, zum Beispiel einen Artikel für die Doktorarbeit lesen oder den einen Blogartikel verfassen den man schon immer mal verfassen wollte.

3. Versuche herauszufinden zu finden was wichtig ist. Je mehr Aufgaben im vierten Quadranten landen umso besser.

 

Insgesamt gilt: Klotzen nicht kleckern. Lieber mit viel Anstrengung ein Projekt am Stück bearbeiten als mal so eben fünf nebeneinander. Wenn man dann einzelne Projekt abschließen kann zieht man daraus die Befriedigung und die Kraft für das nächste Projekt. Wer es dann noch schafft sich konsequent Deadlines für Teilschritte zu setzen der hat schon den halben Weg zu einem entspannten Arbeitstage beschritten. Viel Erfolg dabei!

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